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Der Zauber Brombergs besteht u. a. darin, dass es immer noch eine nicht vollständig entdeckte Stadt ist, sowohl in Hinsicht auf ihre Geschichte als auch auf Architektur und Kultur. Nicht vollständig entdeckt von ihren Bewohnern wie auch Touristen.

 

Den Reichtum des kulturellen Angebots verdankt Bromberg Institutionen wie der Pommerschen Philharmonie, dem Opernhaus Opera Nova oder auch dem Städtischen Kulturzentrum MCK, in dem Treffen, Konzerte und Filmvorführungen (im Kino Orzeł) organisiert werden. Das MCK ist zusätzlich für die Gemeinsame Galerie und den Park-Palast-Komplex in Ostromecko zuständig. Einmal im Jahr wird Bromberg dank dem Internationalen Filmfestival CAMERIMAGE zum Hauptstadt des Weltkinos.

Nach dem Tod von Andrzej Szwalbe wurde zum Gedenken an seine Verdienste um Bromberg die Straße an der Philharmonie umbenannt. Sie hieß einst Libelta-Str. und trägt heute den Namen Andrzej-Szwalbe-Str.

Musikalisches Bromberg

Seit Jahren wird Bromberg Musikstadt genannt. Diese Bezeichnung ist keineswegs übertrieben. Die Musik hat in der Stadt eine lange Tradition, die bis ins 17. Jh. zurückreicht. Zu jener Zeit führte das Jesuitenkollegium Stücke mit Musik und Gesang auf. Zahlreiche Chöre und Bands, die hier viel später tätig waren, setzten diese Tradition fort. Sie hatten auch die Aufgabe, die polnische Sprache in der Stadt zu kultivieren, wo die Deutschen die Mehrheit darstellten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bromberg z. B. von Arnold Rezlers Orchester, das seit 1945 am Polnischen Rundfunk in Bromberg wirkte, berühmt gemacht.
Der Mann, der dieses Musik-Image Brombergs festigte, war Andrzej Szwalbe, der langjährige Direktor der Pommerschen Paderewski-Philharmonie. Diese wurde am 1. Januar 1953 errichtet und ist der ganze Stolz der Stadtbewohner. Sie ist ein Schauplatz der Musik, aber auch der Kultur im weiteren Sinne. Geschmückt wird die Philharmonie von zahlreichen Büsten von Komponisten, die innen wie auch außerhalb des prächtigen Gebäudes stehen, wie auch von einer reichen Sammlung von Gobelins, die Andrzej Szwalbe bei hervorragenden polnischen Künstlern bestellte.



Die Philharmonie verfügt über einen Konzertsaal mit der besten Akustik in Polen und einer der besten in Europa. Deshalb nehmen hier die herausragendsten Musiker, die in Interviews die Saalakustik in der Philharmonie mehrmals gelobt haben, ihre Werke auf. Hier finden einige der ältesten Musikfestivals in Polen statt. Eines von ihnen ist das Bromberger Musikfestival, das seit 1963 organisiert wird. Im Wechsel mit diesem findet das einzigartige Festival der Alten Musik der mittel- und osteuropäischen Länder, Musica Antiqua Europae Orientalis, statt. Es wird bereits seit 1966 veranstaltet und von namhaften Künstlern und Musikwissenschaftlern besucht.


Einen schönen Beitrag zum musikalischen Leben der Stadt leistet auch das Internationale Paderewski-Klavierfestival, das von der Paderewski-Musikgesellschaft organisiert wird. Erwähnenswert ist, dass den ersten Wettbewerb im Jahre 1961 Jerzy
Maksymiuk gewann. Alle drei Jahre treffen sich in Bromberg junge Menschen, talentierte Pianisten aus aller Welt, um dem Publikum ihre Kunstfertigkeit und den musikalischen Reichtum von Paderewski und anderen Komponisten seiner Zeit vorzuführen. Vom Rang dieses Wettbewerbs möge die Tatsache zeugen, dass er in die Weltorganisation der internationalen Musikwettbewerbe WFIMC in Genf aufgenommen wurde und somit einen der 128 wichtigsten Musikwettbewerbe der Welt darstellt.

Klavier aus der Sammlung von Andrzej Szwalbe, die sich derzeit in Ostromecko befindet.

Haben Sie das gewusst?
Eine enorme Klaviersammlung von Andrzej Szwalbe wurde einst in der Pommerschen Philharmonie und heute im
Palast in Ostromecko untergebracht.

Haben Sie das gewusst?
Man kann ohne Übertreibung sagen, dass Ignacy Jan Paderewski gewissermaßen zum musikalischen Schirmherrn von Bromberg wurde, sowohl in Hinblick auf die Wettbewerbe, die Musikgesellschaft, die Pommersche Philharmonie als auch auf den Flughafen, der ebenfalls den Namen dieses Staatsmanns und genialen Pianisten trägt.


Frühling ist die Jahreszeit des Bromberger Opernfestivals, das seit April 1994 im Musikkalender steht. Anfangs sollte es helfen, den über 20 Jahre andauernden Bau des Operngebäudes abzuschließen. Das erste Festival fand in der Tat auf einer Baustelle statt: rohe Wände ohne Putz, Klappstühle für das Publikum, überall Staub und Kabel, die von der Decke herunterhingen. Eine solche Atmosphäre wie beim ersten Festival sucht man heute jedoch vergebens bei anderen derartigen Veranstaltungen. Heute führt das Festival schon ein eigenständiges Leben und das Gebäude des Opernhauses Opera Nova gehört zu den modernsten und schönsten in Polen. Seine Lage direkt an der Brahe macht es zum kulturellen Aushängeschild der Stadt. Aus der ganzen Welt kommen Operngruppen hierher, wie z. B. das schwedische zeitgenössische Cullberg Ballet, das Béjart Ballet Lausanne sowie Gruppen aus Kuba, Spanien und anderen Ländern. Es ist also nicht verwunderlich, dass das Bromberger Opernfestival Freunde von Opernkunst aus ganz Polen anlockt. Erwähnenswert ist, dass Bromberg eine „Opernstadt“ ist, weil bei Aufführungen die Besucherzahl die höchste in Polen ist. Im Repertoire überwiegt das sogenannte große Repertoire, das vom Publikum geliebt wird, also La Traviata und Nabucco von Verdi oder auch Tosca von Puccini. Es mangelt jedoch nicht an wenig bekannten Werken, die selten von anderen Operntheatern in Polen aufgeführt werden, beispielsweise Mefistofele von Arrigo Boito oder Gioconda von Amilcare Ponchielli. Nicht ohne Grund schrieb also der herausragende Musikkritiker Jerzy Waldorff, dass Bromberg ein wahres „Musikrevier“ ist.

Die Musiklandschaft Brombergs wird von der Nowowiejski-Musikakademie vervollständigt, deren berühmtester Absolvent Rafał Blechacz, Gewinner des 15. Internationalen Chopin-Klavierwettbewerbs, ist. Die Konzerte der Studenten und Dozenten dieser Hochschule, wie z. B. die Reihe „Akademie in Denkmälern“, haben bereits ihren festen Platz im Kulturkalender der Stadt gefunden.

Ein wahres Unikat ist das Musikviertel, das einzige dieser Art in Polen. Es wird von drei Institutionen gebildet: der Pommerschen Philharmonie, der Musikakademie und dem Rubinstein-Schulverband für Musik. Im Falle der zeitgenössischen Musik darf man den Kultklub „Mózg“ nicht vergessen, der jedes Jahr das Mózg-Festival organisiert. Es handelt sich dabei um ein Festival der alternativen Musik aus der ganzen Welt. Der Klub Eljazz veranstaltet dagegen das Jazz-Festival, zu dem berühmte Jazz-Virtuosen eingeladen werden. Für Liebhaber schwerer Klänge ist Estrada StageBar eine ideale Konzertfläche.




Theater in Bromberg
Nicht ohne Grund wählte der namhafte Kritiker Adam Grzymała-Siedlecki im Jahre 1922 Bromberg zu seinem Wohnort. Bereits 1920 war in der Stadt das Städtische Theater tätig, in dem das große polnische Repertoire und allen voran die Dramen von Słowacki und Wyspiański gespielt wurden. Das Theater hatte damals die Aufgabe, die Polen zu vereinen, ihnen Patriotismus zu vermitteln und das Polnische zu kultivieren. Die erste Direktorin des Städtischen Theaters, Wanda Siemaszkowa, wagte, auf der Bühne des Theaters Opern und Operetten aufzuführen. Dies sollte ein breites Publikum anlocken. Als erstes Stück wurde 1921 Halka von Stanisław Moniuszko aufgeführt, was beweist, welch einen großen Einfluss auf das dramatische wie auch musikalische Repertoire der sog. patriotische Faktor hatte. Ähnlich verhielt es sich nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Kanonen waren noch nicht ganz verstummt, und schon erklangen von der Bühne polnische Worte. Die erste Premiere nach dem Krieg war Die Rache von Aleksander Fredro, die am 27. März 1945 aufgeführt wurde. Zeugen berichteten, dass die Zuschauer weinten, als die Schauspieler begannen, Fredros Worte wiederzugeben. Heute ist die Bromberger Theaterbühne vor allem für das Festival der Uraufführungen bekannt, an dem Theater und Kritiker aus ganz Polen teilnehmen. Dieses Festival, das im Herbst stattfindet, bietet die einzigartige Chance, sich mit der gegenwärtigen Weltdramaturgie vertraut zu machen. In Bromberg kann man sich auch stürmische Dramen in der Inszenierung herausragender Regisseure ansehen, deren Visionen das Publikum entweder begeistern oder erschüttern. Das Polnische Theater in Bromberg setzt v. a. auf das zeitgenössische Element und auf den Dialog mit den Zuschauern.




Bildende Künste in Bromberg

Das Leon-Wyczółkowski-Bezirksmuseum besteht aus mehreren Objekten, die in unterschiedlichen Teilen der Stadt, v. a. auf der Mühleninsel gelegen sind. Dort steht das Leon-Wyczółkowski-Haus; in diesem Museumsgebäude wurde der Innenraum des im nahegelegenem Gościeradz stehenden Hauses rekonstruiert, wo der Namensgeber des Museums zu Beginn des 20. Jh. wohnte. Hier kann man die Schönheit von Wyczółkowskis Gemälden und Grafiken bewundern und die besondere Atmosphäre der belle époque genießen. In unmittelbarer Nähe, im geräumigen sog. Roten Speicher, befindet sich die Galerie für Moderne Kunst mit ihrer enormen Sammlung zeitgenössischer Malerei. Diese umfasst insgesamt über 5 000 Werke namhaftester polnischer Künstler, die jahrzehntelang zusammengetragen wurden. Erwähnenswert sind auch die interessanten Sammlungen, mit denen der Jugendstil vertreten ist. Dieser ist ebenfalls ein Spezialgebiet des Museums. Sofern die Mühleninsel auch als Museumsinsel bezeichnet werden kann, so ist die Gdańska die Straße der zeitgenössischen Kunst, die in der Städtischen Galerie bwa ausgestellt wird. Sie wurde 1949 als Büro für Kunstausstellungen ins Leben gerufen und hatte zum Ziel, der Öffentlichkeit die Leistungen der sehr zahlreichen Vertreter der bildenden Künste in Bromberg und Thorn näherzubringen. In der Galerie bwa werden jedoch auch Werke weltberühmter Künstler wie Andy Warhol, Pablo Picasso und Salvador Dalí gezeigt.

In der Chocimska-Str. 5 befindet sich eine der ältesten privaten Galerien in Polen. Die Autorengalerie wurde 1975 von dem Maler Jan Kaja und dem Grafiker Jacek Soliński eröffnet und ist ein wahres Unikum. Hier finden nicht nur Ausstellungen von Künstlern aus unterschiedlichen Milieus und Zentren statt, sondern auch Poesieabende, literarische Treffen, Schauspiele, Konzerte und Vorträge.
Dies sind nur einige der bemerkenswerten Adressen, mit denen eine schöne Tradition und gleichermaßen interessante Gegenwart verbunden sind. Von diesen Adressen gibt es noch viel mehr. Aufmerksame Besucher entdecken sie bestimmt beim Spaziergang zwischen den Bürgerhäusern im Jugendstil. Diesen Raum füllt, insb. im Sommer, auch die Kultur. Das Festival der Straßenkunst, also das Buskers Festival, hat sich in das Stadtbild fest eingefügt. Dank Künstlern, die in Reichweite auftreten, herrscht im Sommer in der Stadt eine einzigartige Atmosphäre.