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Bromberg ist ein wichtiger Punkt auf der Karte der polnischen Wasserwege. Seine Lage an der Brahe, der Weichsel und dem Bromberger Kanal übt ohne Zweifel eine enorme Anziehungskraft auf Wassertouristen aus, die auf der Internationalen Wasserstraße E-70 sogar aus Berlin hierher gelangen können.



Ein Tropfen Geschichte
Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert erlebte Bromberg einen großen Aufschwung. Man wusste seine hervorragende Lage an der Brahe und der Weichsel entsprechend zu nutzen und dank dessen wurde die Stadt in dieser Zeit zu einer der größten auf der Karte der damaligen Republik Polen. Mit zahlreichen Städten der Republik Polen trieb sie einen regen Handel mit Getreide, Bier oder auch Keramik. Infolge von Epidemien und Verwüstungen während der Schwedeneinfälle in Polen verlor Bromberg seine bisherige Position. Erst nach über 100 Jahren änderte sich dieser Zustand, als die Stadt und ihre Umgebung zum Eigentum des Preußischen Königs, Friedrich des Großen wurden. Dieser sah das Potential, das in der Stadt steckte, und entschloss sich, die Oder und die Weichsel durch einen Kanal miteinander zu verbinden. Errichtet wurde der 26 Kilometer lange Bromberger Kanal in den Jahren 1773-1774  und er leistete einen großen Beitrag zur starken Entwicklung der Stadt, die im 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Industrie- und Handelszentrum wurde.
Bromberg  begann sich erneut zu einem Binnenhafen zu wandeln. Eine sehr wichtige Rolle in der Geschichte des Binnengewässertransportes spielte der Bau eines neuen Arms des Bromberger Kanals, welcher in den Jahren 1908-1915 ausgeführt wurde. Dank den errichteten Schleusen konnten größere Schiffe geschleust werden, was wiederum zur weiteren Entwicklung des Handels führte. Nachdem Polen die Unabhängigkeit wiedererlangt hatte und Bromberg erneut polnisch wurde, verlor der Flusshandel für kurze Zeit seine ursprüngliche Bedeutung. Der Großteil des deutschen Schifffahrtsunternehmens Bromberger Schleppschiffahrt Aktiengesellschaft wurde repolonisiert. Infolgedessen wurde der Firmenname auf Bromberger Lloyd geändert und das Erbe der ehemaligen Verfrachter durch den Nachfolger übernommen. In der Zwischenkriegszeit wurde die Gesellschaft sehr schnell zu einem wichtigen Bindeglied im nationalen System des Binnengewässertransports. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Flotte des Unternehmens verstaatlicht und einige Jahre später traf die private Flotte das gleiche Schicksal. 



Haben Sie das gewusst?

In Bromberg gibt es insgesamt etwa 50 Brücken und Stege, die über die Brahe und den Bromberger Kanal führen.

Bromberger Wasserknoten
Der Bromberger Wasserknoten ist ein „Wassernetz“, das dadurch entstand, dass die Gewässer der Brahe, der Weichsel, des Bromberger Kanals, des Netze-Kanals sowie kleinerer Flüsse (Flis, Struga Młyńska, Potok Prądy) miteinander verbunden wurden. Es wird charakterisiert durch einzigartige hydrotechnische Denkmäler. Ein wichtiger Bestandteil des Bromberger Wasserknotens ist der Bromberger Kanal (odnośnik do strony o kanale) wie auch die neue Wasserstraße aus dem 20. Jh. samt hydrotechnischen Anlagen wie die Schleusen Osowa Góra, Prądy, Czyżkówko und Okole. Sie sind noch heute in Betrieb und stellen einen wichtigen Teil der Internationalen Wasserstraße E-70 dar. Seit den Anfängen ihres Bestehens ermöglichten sie den Verkehr der damals größten Kähne, die auf westeuropäischen Flüssen zu sehen waren (über 400 Tonnen). Alle Schleusen haben die gleiche Länge (57,4 m) und Breite (9,6 m). Sie unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Höhe, auf die mit ihrer Hilfe Wasserfahrzeuge gehoben werden können. Die zwei ersten Schleusen – Osowa Góra und Prądy – wurden in den Jahren 1773–1774 erbaut. Ihre gegenwärtige Form erhielten sie jedoch infolge des Umbaus in den Jahren 1908–1915, dank dem Pegelunterschiede von 3,55 m und 3,82 m überwunden werden können. Die Schleusung in diesen Anlagen dauert nicht länger als 20 Minuten.
Zwei weitere hydrotechnische Anlagen sind beinahe gleich. Die Schleusen Czyżkówko und Okole entstanden 1908–1915 im neuen, zwei Kilometer langen Durchstich und ersetzten somit fünf Schleusen am alten Bromberger Kanal. Sie mussten einen Pegelunterschied von über 15 Metern nivellieren. Die Czyżkówko-Schleuse hebt Schiffe in etwa 30 Minuten um 7,52 m, und die Okole-Schleuse in etwa 20 Minuten um 7,58 m. Diese Schleusen verfügen über Sparbecken, welche die Menge des zur Schleusung notwendigen Wassers begrenzen.

Haben Sie das gewusst?

Die Okole-Schleuse wurde zur Bühne für Aufnahmen für die sehr beliebte Serie „Czterej pancerni i pies“ [Vier Panzersoldaten und ein Hund] wurde. Die spektakulärste Szene, die in Bromberg  gedreht wurde, zeigt einen der Protagonisten – Gustlik, der mit einer Panzerfaust das Tor der Schleuse Nr. 3 in die Luft sprengt. Der Aufmerksamkeit von scharfsichtigen Zuschauern ist es nicht entgangen, dass einige Szenen auch an der heute nicht mehr bestehenden Schleuse in der Grottger-Straße und am Fischmarkt gedreht wurden.
 
Wenn wir uns weiter flussabwärts begeben, kommen wir unter der Königin-Hedwig-Brücke hindurch und am  prächtigen Gebäude der ehemaligen Direktion der Preußischen Ostbahn aus dem Ende des 19. Jahrhunderts vorbei, bis wir letztendlich auf die Städtische Schleuse stoßen. Sie bereitete seit der Errichtung des Bromberger Kanals die meisten Probleme, was auf die sehr schwierigen geotechnischen Bedingungen an der Stelle, wo sie erbaut wurde, zurückzuführen war. Die hölzerne Städtische Schleuse wurde 1882–1884 durch eine weltweit einzigartige Schleuse mit außergewöhnlicher Trapezkonstruktion ersetzt, die Trapezschleuse oder Sackschleuse genannt wurde. Die Lastkähne wurden in die Schleuse mit dem Heck voran eingeführt, was ein großer Nachteil war, da sie zuerst wenden mussten. Die Schleuse wurde erst während des Umbaus des Bromberger Kanals 1908–1915 durch eine neue Konstruktion ersetzt. Diese kann man bis heute bewundern. Es handelt sich um eine Einkammerschleuse mit Dockkonstruktion und wie im Falle der Kanalschleusen ist sie 57,4 m lang und 9,6 m breit. Während der Schleusung, die an dieser Stelle ca. 20 Minuten dauert, werden Schiffe und Boote um 3,33 m gehoben.
Beim Stauen des Wassers im Stadtzentrum spielen zwei Stauwehre eine wichtige Rolle – das Ulgowy- und das Pfarr-Stauwehr. Ihre Aufgabe besteht darin, das Wasser von dem Fluss Młynówka in die Brahe durchzulassen. Sie stauen das Wasser in etwa 3,36 m Höhe. Das manuell angetriebene Ulgowy-Stauwehr wurde 1920 erbaut.

Noch vor ein paar Jahrzehnten konnte man im Zentrum der Stadt zahlreiche Kähne und Schlepper erleben. An diese Zeiten erinnert uns  heute „LEMARA“ – der motorlose Schleppkahn am Fischmarkt sowie die wunderschönen Speicher und das Lloyd-Schloss, das im 20. Jahrhundert den Sitz von Bromberger Schifffahrtsunternehmen beherbergte. Gegenüber dem Fischmarkt, wo sich diese Gebäude befinden, liegt das prachtvolle neogotische Gebäude der Polnischen Post.


Weiter im Osten erreicht man, der Brahe folgend, die Bernhardiner-Brücke, an der ein kleines Palais steht, das seit Anfang des 20. Jahrhunderts Sitz vieler Rudervereine war.
Die Entdeckungsreise durch den Bromberger Wasserknoten beenden wir bei der Staustufe Czersko Polskie, die aus zwei Schleusen – Brahemünde und Czersko Polskie, einem Walzen-Stauwehr, einem Fischweg am Walzen-Stauwehr, einer Wasserkraftanlage im Wehrmaschinenraum und einer Wasserkraftanlage am rechten Wehrufer besteht.
Die Schleuse Brahemünde wurde 1879 erbaut.  Mit 57,4 m Länge und 18 m Breite ermöglichte sie, Pegelunterschiede von bis zu 2,3 m zu überwinden. Heutzutage ist sie jedoch außer Betrieb. Ihre Aufgabe wurde 2002 durch die Schleuse Czersko Polskie übernommen.  Die neue Schleuse mit 115 m Länge und 12 m  Breite ermöglicht es, Pegelunterschiede von bis zu 4,9 m zu überwinden.

Haben Sie das gewusst?

Während des letzten Umbaus wurde im unmittelbaren Stadtzentrum eine Bahn zum Wildwasserpaddeln eröffnet, die in Europa eine Rarität darstellt. 

Haben Sie das gewusst?

In Bromberg gibt es drei Wasserkraftanlagen, die insgesamt 4,5 MW Strom erzeugen. Es handelt sich um die Wasserkraftanlagen „Smukała”, „Kujawska“ und „Mewat” in Czersko Polskie, die eine stattliche Ansammlung von technischen Anlagen beherbergen.

1. Schleuse Osowa Góra
2. Schleuse Prądy
3. Anlegestelle Gwiazda
4. Schleuse Czyżkówko
5. 6. Schleuse am Alten Bromberger Kanal
6. 5. Schleuse am Alten Bromberger Kanal
7. Museum des Bromberger Kanals
8. 4. Schleuse am Alten Bromberger Kanal
9. Schleuse Okole
10. Bahnbrücken
11. Königin-Hedwig-Brücke
12. Städtische Schleuse
13. Ulgowy-Stauwehr
14. Yachthafen Przystań Bydgoszcz
15. Mühleninsel
16. Historische Schilder
17. Międzywodzie
18. Pfarr-Stauwehr
19. Wasserkraftanlage „Kujawska”
20. Jerzy-Sulima-Kamiński-Brücke
21. Schleuse Brdyujście (Brahemünde)
22. Schleuse Czersko Polskie
23. Regattabahn Brdyujście
24. Walzen-Stauwehr Czersko Polskie


Schleusen:
Die Öffnungszeiten der Schleusen sind saisonbedingt.
Telefonische Absprache wird empfohlen.

Schleusen des Bromberger Kanals
www.poznan.rzgw.gov.pl
Okole – Tel. 48 52 322 56 20
Czyżkówko – Tel. 48 52 379 75 72
Prądy – Tel. 48 696 721 036
Osowa Góra – Tel. 48 52 372 20 42


Schleusen auf der Brahe
www.gdansk.rzgw.gov.pl
Schleuse Czersko Polskie – Tel. 48 52 343 51 11
Städtische Schleuse – Tel. 48 52 322 37 01

Seit 2006 gibt es in Bromberg das Museum des Bromberger Kanals (Nowogrodzka 3).
Tel. +48 693 765 075,
www.muzeumkanalu.pl

Die industrielle Besichtigungsroute führt zu einer Begegnung mit früheren Zeiten der wirtschaftlichen Blüte und den Relikten der Straßenwinkel, die in der Stadt den Rhythmus vorgaben und wo das Klappern von Werkzeugen und Brummen von Maschinen ertönte.

Reiseführer  in der elektronischen Version kann heruntergeladen werden: hier

Bromberg wird von Kulturfreunden sehr geschätzt. Berühmte Festivals bilden wichtige Momente in der Geschichte der Stadt. Von Touristen dagegen wird es wegen der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Museen und touristischen Attraktionen gelobt.

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